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10. Februar: SVP Ebikon sagt nein zur Überbauung Weichle

Nein zu überbordendem Wachstum
Wird die Überbauung Qube Ebikon realisiert wie aktuell geplant, ist davon auszugehen, dass Ebikon schlussendlich gegen 1000 Neuzuzüger verzeichnen wird. Nebst den erwarteten Steuer-Mehrerträgen wird die Gemeinde bei einem derartigen Wachstum zwangsläufig die Infrastruktur ausbauen müssen. Ein neues, zusätzliches Schulhaus wird notwendig sein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Auch im Bereich des öffentlichen- und privaten Verkehrs werden Mehrausgaben getätigt werden müssen. Diese Ausgaben lassen sich bei weitem nicht durch die letztlich fällig werdende Mehrwertabgabe in der Höhe von 3.5 Millionen Franken decken. Da die Gemeinde Ebikon bereits heute auf finanziell eher wackeligen Beinen steht, und eine mittelfristige Steuererhöhung vom Gemeinderat nicht mehr in Abrede gestellt wird, empfehlen wir von solchen Experimenten und Zusatzbelastungen für das Gemeindebudget abzusehen.

Nein zu massivem Wohnungsleerstand
Auf dem Areal Weichle sind gemäss aktueller Planung 340 zusätzliche Wohnungen geplant. Ebikon verfügt bereits heute über sehr viele leere Wohnungen. Erst vor einem Jahr ist auf dem Areal der Mall of Switzerland mit Ebisquare eine grosse Überbauung an Neuwohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt worden. An der Schachenweidstrasse ist eine weitere, neue Überbauung am Entstehen und auch im Quartier des ehemaligen AMAG Areals sind viele Wohnungen geplant. Es ist absehbar, dass diese Projekte zu einer nochmaligen Erhöhung der Leerstände führen werden. Gemäss Leerwohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik ist gesamtschweizerisch davon auszugehen, dass die Anzahl der Leerwohnungen weiter steigen wird. Unter diesen Aspekten ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, auf dem Areal Weichle eine weitere, grosse Überbauung zu realisieren, bei welcher bereits heute absehbar ist, dass sie zu grossen Leerständen führen wird.

Nein zur leichtsinnigen Aufgabe der letzten Gewerbelandreserven für produzierendes Gewerbe
Beim Areal Weichle handelt es sich um nahezu die letzten Reserven an Gewerbeland auf dem Boden der Gemeinde Ebikon. Diese Reserven werden leichtsinnig einem Investorenprojekt mit unklarem Ausgang aufgegeben. Mit dem Projekt Qube Ebikon ist zwar eine gemischte Nutzung im Verhältnis von 85% Wohnfläche zu 15% Gewerbefläche vorgesehen. Aufgrund der Zusammengehörigkeit zum Wohnungskomplex kann diese Gewerbefläche jedoch nicht für produzierendes Gewerbe, sondern ausschliesslich für Verkaufsfläche genutzt werden. An Verkaufsfläche existiert in Ebikon bereits ein akkuter Überschuss.

Nein zum ökologischen Unsinn auf dem Areal Weichle
Mit Abstand das grösste bestehende Gebäude auf dem Areal Weichle ist der M-Parc. Dieser Gebäudekomplex mit über 10’000 Quadratmetern Verkaufsfläche wurde im Jahr 1997 gebaut und erst vor wenigen Jahren den aktuellsten Erdbebenstandards angepasst. Das Gebäude ist also in bester Verfassung und müsste nun für die Realisierung der geplanten Überbauung abgerissen werden. Gemäss Swisslife werden Wohngebäude für mindestens 70 bis 100 Jahre geplant und gebaut. Das Gebäude M-Parc hat seinen Lebenszyklus noch lange nicht durchlaufen, und könnte anderweitig genutzt werden. Ein Abriss eines erst knapp über 20 Jahre alten Gebäudes ist ökologischer und ökonomischer Unsinn, den es mit einer alternativen Nutzung des Areals abzuwenden gilt. Entgegen eigener Aussage hat Migros eben nicht sämtliche Optionen für einen Weiterbetrieb oder eine alternative Nutzung dieses Gebäudes geprüft. Es wurde einseitig auf das Projekt Qube hingearbeitet.

Nein zu einem Monsterprojekt mit unklarem Investor
Entgegen der weit verbreiteten Meinung wird nicht die Migros als Hauptinvestor für dieses Projekt fungieren. Gemäss Eigenaussage wird die Migros lediglich die Rolle als Projektentwicklerin und eventuell als Minderheitsinvestorin übernehmen. Dass jetzt der Name „Migros“ gross und plakativ für das Projekt verwendet wird ist sowohl absehbar als auch durchschaubar. Die Migros hat bei der Bevölkerung ein gutes Image und ist somit gut geeignet, dieses Projekt mit ihrem Namen wirksam zu unterstützen. Es ist noch völlig unklar, wer als Hauptinvestor bei diesem Projekt fungieren wird, und ob denn überhaupt ein solcher gefunden werden kann.

Nein zu qualitativ eingeschränkten Wohnungen mit viel Schatten
Der Plan, insgesamt 340 Wohnungen auf den rund 23’000 Quadratmetern zu bauen, führt zwangsläufig zu einer überaus stark verdichteten Bauweise. Eine solche Bauweise lässt nur wenig Spielraum für gesellschaftlich und sozial sehr wichtige Erholungs- und Entwicklungsräume. Darüber hinaus ist ein Hochhaus mit einer Höhe von über 50 Metern geplant. Dieses Gebäude ist auf der Südseite der Überbauung angedacht. Somit wird das Hochhaus den ganzen Tag, bis in die späten Nachmittagsstunden, der restlichen Überbauung in der Sonne stehen und nachhaltig für Schatten im Quartier sorgen. Dies führt zu einer massiven qualitativen Minderung der Wohnungen in der restlichen Überbauung.

Nein zu einer Überbauung mit Bevormundungscharakter
Der Bebauungsplan sieht vor, dass auf dem Areal nicht mehr als 0.6 Parkplätze pro Wohneinheit gebaut werden dürfen. Somit muss knapp jeder zweite Mieter auf dem Areal komplett ohne Auto auskommen. Diese zwingende Vorgabe steht der Tatsache entgegen, dass in der Schweiz lediglich 22% aller Haushalte über kein Auto verfügen. Es droht dass im Quartier Weichle eine Überbauung realisiert wird, die am Markt und an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei entwickelt wird.

Nein zum übermässig stark verdichteten Bauen
Leider fehlt es auf kommunaler Ebene noch weitgehend an grundlegenden Analysen und an den übergeordneten Planungsinstrumenten, die neben der quantitativen Verdichtung auch eine qualitative Siedlungsentwicklung gewährleisten. „Hohlräume ausfüllen“ und „in die Höhe bauen“ führt – plakativ gesprochen – noch nicht zu hochwertigen Lebensräumen.

 

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